Hast du den Begriff "Metakognition" schon einmal gehört?
Metakognition ist eine Fähigkeit, über die grundsätzlich alle Menschen verfügen. Es handelt sich dabei um die Fähigkeit, die eigenen kognitiven Prozesse zu beobachten. Es gibt verschiedene kognitive Prozesse. Auch unser Denken ist ein kognitiver Prozess. Metakognition beschreibt also unter anderem auch die Fähigkeit, das eigene Denken zu beobachten. Jeder Mensch bringt die Voraussetzungen mit, das eigene Denken zu betrachten und zu beobachten.
Wahrscheinlich fragt sich jetzt der eine oder andere von euch: „Wozu soll das Beobachten der eigenen Gedanken gut sein?“ Wo steckt der Sinn dahinter?“ Zwei ausgesprochen gute Fragen, die ich dir heute gerne ein Stück weit hier beantworten möchte.
"Gedanken gestalten die Realität!", ein wissenschaftsbasierter Grundgedanke im Bereich des mentalen Trainings
Grundsätzlich geht man im Mentaltraining davon aus, dass Gedanken die Realität gestalten. Dementsprechend wäre es eigentlich logisch, dem eigenen Denken volle Aufmerksamkeit zu
schenken, sobald sich in unserer Lebensrealität etwas in eine Richtung hin bewegt, die uns in der Form nicht unbedingt gefällt. In der Regel ist es aber so, dass die meisten Menschen das
erst dann tun, wenn das was sich in ihrem Leben ereignet schon Ausmaße angenommen hat, die wirklich ungut sind und mitunter sogar durchaus als dramatisch bezeichnet werden können. Und selbst dann
ist es für viele nicht selbstverständlich die eigenen Gedankengänge, die federführend dazu beigetragen haben, dass die realen unangenehmen, problembeladenen Lebenssituationen überhaupt entstehen
konnten, unter die Lupe zu nehmen.
Ich bin fest davon überzeugt, dass das nicht daran liegt, dass die Menschen kein Interesse daran haben, dort wo es Probleme gibt, Lösungen zu finden. Einen Grund, warum kaum jemand daran denkt zunächst einmal das eigene Denken zu überprüfen, wenn es in der Realität Probleme gibt, sehe ich persönlich vor allem darin, dass uns bis jetzt niemand wirklich erklärt hat, wie man die eigenen metakognitiven Fähigkeiten im Sinne einer konstruktiven Lösungsentwicklung zielgerichtet einsetzen kann.
Viele Menschen, die in ein Coaching zu mir kommen, wissen nicht einmal, dass sie diese Fähigkeit besitzen, die in Fachkreisen als Metakognition bezeichnet wird.
Metakognition und Reflexion: 2 Talente, die jeder Mensch besitzt
Die Fähigkeit die eigenen kognitiven Prozesse beobachten zu können ist eine naturgegebene Fähigkeit. Es handelt sich dabei um ein angeborenes Talent, das Mutter Natur nahezu jedem Menschen in die Wiege gelegt hat. Ein weiteres Talent, über das auch nahezu jeder Mensch verfügt ist jenes der Reflexionsfähigkeit.
Während Metakognition das bewusste Beobachten des eigenen Denkens beschreibt, wird mit dem Begriff Reflexion, die gezielte Analyse und Bewertung dieser Denkprozesse definiert. Beide Fähigkeiten sind eng miteinander verbundene Konzepte.
Talente brauchen Training
Doch ein Talent ist zunächst einmal einfach „nur“ ein Talent. Um ein Talent für die eigene Lebensgestaltung später einmal gewinnbringend nutzen zu können, muss es sich weiterentwickeln können. Diese Weiterentwicklung bedingt, dass man ein Talent fordert und fördert und das kann nur durch ein gezieltes Aufbautraining geschehen.
Ähnlich wie ein Spitzensportler sich in seiner Disziplin laufend trainieren muss, um darin erfolgreich zu sein, oder beispielsweise auch ein Musiker stetig üben muss, um sein musisches Talent zu entfalten und das damit verbundene Können dann auch langfristig zu erhalten, muss jemand der seine Talente der Metakognition und der Reflexion weiterentwickeln will, auch dazu bereit sein, eine gewisse Übungszeit in die Entwicklung und anschließend auch langfristige Erhaltung dieser naturgegebenen Fähigkeiten zu investieren. Denn nur durch Übung und Training lassen sich Talente, wenn sie erst einmal entwickelt sind, auch gewinnbringend im Sinne einer erfolgreichen Lebensgestaltung in allen Lebensbereichen, nutzen und einsetzen.
Was springt für mich heraus, wenn ich meine diesbezüglichen Talente trainiere?
Bevor sich ein mentales Training zur Weiterentwicklung der eigenen metakognitiven und reflexiven Fähigkeiten wirklich bezahlt macht, muss man in die ganze Sache vor allem etwas Zeit investieren. Zeit ist heutzutage bei vielen Menschen oft eine sehr knappe Ressource. Das ist bei mir nicht anders, als bei den meisten anderen Menschen auch. Wenn ich persönlich Zeit in etwas investiere, dann möchte ich, dass sich mein diesbezügliches Investment irgendwann einmal auch auf die eine oder anderer Art und Weise bezahlt macht. Stellt sich also nun die Frage: Welchen Profit kann ich erwarten, was ist der Return of Investment, wenn ich mich dafür entscheide meine metakognitiven und reflexiven Talente ein wenig zu trainieren?
Um es kurz und bündig auf den Punkt zu bringen:
Metakognition und Reflexion fördern die
Problemlösungsfähigkeit, die Selbstwirksamkeit und die Resilienz.
Mit gut ausgebildeten metakognitiven und reflexiven Fähigkeiten lässt sich der alltägliche Stress deutlich reduzieren und das wirkt sich in jeder Hinsicht auf die Lebensqualität und den Lebenserfolg eines Menschen positiv aus.
Wissenschaftliche Forschungen aus unterschiedlichen Fachrichtungen zeigen deutlich, dass Problemlösungsfähigkeit, Selbstwirksamkeit und Resilienz heute mehr denn je die 3 tragenden Säulen sind, auf denen sich im Alltag – beruflich wie privat - ein nachhaltig gesundes und erfolgreiches Lebensmanagement aufbauen lässt.
Selbstverständlich sind Fähigkeiten wie diese auch ein entscheidender Faktor, wenn es darum geht, in Sachen Beruf, Geld und Karriere erfolgreich zu werden, zu sein und diesen Zustand dann auch nachhaltig kontinuierlich aufrecht zu erhalten, ohne dass dabei früher oder später andere Dinge, wie zB. die eigene Gesundheit oder vielleicht auch Freundschaften und Partnerschaften und dergleichen, letztendlich auf der Strecke bleiben.
Neben all diesen positiven Auswirkungen macht das Beobachten der eigenen kognitiven Prozesse, wenn man es „richtig“ anstellt, noch dazu einen Riesenspaß. Und seien wir mal ganz ehrlich – Hand auf´s Herz:
Alles was Spaß macht, ist automatisch auch immer eine Bereicherung für das eigene Leben.
Risiken und mögliche unangenehme Nebenwirkungen
Doch bei allem Spaß muss hier der Ehrlichkeit halber schon auch erwähnt werden, dass das Beobachten der eigenen Gedanken auch ein paar Risiken in sich birgt. Wird es nicht fachgerecht beherrscht, kann das für Körper, Geist und Seele durchaus auch ungesunde Folgen haben.
Doch dieses Risiko kann man auf ein Minimum reduzieren. Lässt man sich beim Trainieren eine Zeit lang von einem professionellen Coach begleiten, dessen metakognitiven und reflexiven Fähigkeiten nicht nur im Sinne von theoretischem Wissen ausgebildet wurden, sondern sich aufgrund regelmäßiger Eigenanwendung, auch praktisch gut weiterentwickelt haben, ist das Risiko sich damit mehr zu schaden als zu nutzen bei nahezu Null.
Zu guter Letzt noch ein Hinweis in eigener Sache:
Wenn du jetzt neugierig geworden bist und Lust darauf bekommen hast deine ganz persönlichen metakognitiven und reflexiven Fähigkeiten zu entdecken bzw. zu entfalten und dir dabei eine professionelle Begleitung wünscht, dann freue ich mich, wenn du mit mir Kontakt aufnimmst.
Am besten wird sein, du nutzt dafür das Kontaktformular. Den Link dorthin findest du gleich hier im Anschluss.
